Ganz in Grau gehüllt steht der moderne Wohnhaus-Neubau am idyllischen Schwarzwaldfluss Nagold gelegen. Mit seiner Titanzink-Fassade passt sich das Gebäude der umliegenden Bebauung und der Landschaftsarchitektur harmonisch an.
Für den Bauherren war von Anfang an klar: "Eine brave Putzfassade von der Stange kommt nicht in Frage. Uns schwebt eine moderne, eigenständige und werterhaltende Fassaden-Gestaltung vor" – und das junge Ehepaar entschied sich für eine Horizontalpaneel-Fassade aus blaugrau vorbewittertem Titanzink der Firma Rheinzink.
Als Montageuntergrund bildete eine massiv gemauerte Kalksandsteinwand die solide Arbeitsgrundlage, auf der die Ausführungsdetails professionell geplant und umgesetzt wurden. Im Abstand von 80 cm wurde darauf eine senkrechte Rahmenkonstruktion aus getrockneten 80 mm Kanthölzern aufgebracht und die Zwischenräume mit ebenso starker Mineralfaserdämmung isoliert. Darüber wurde, diesmal horizontal verlaufend, derselbe 80 mm starke Aufbau montiert.
Durch diesen Kreuzverband konnten Kältebrücken reduziert und Bautoleranzen ausgeglichen werden. Als Montage- und Hinterlüftungsebene kam eine senkrecht verlaufende Lattung mit 40 mm Rahmenhölzern im empfohlenen Haftabstand zum Einsatz. Der Wandaufbau mit 20 cm starker Kalksteinwand und darüber angeordneter 16 cm Mineralfaserdämmung weist somit beste Wärmeschutz- und Schalleigenschaften auf.
DURCHDACHTE DETAILS
Die Sockelausbildung der Titanzink-Fassade kommt, ebenso wie die Fenstersimsausbildung, ohne überstehende Kanten aus. Dadurch entsteht ein homogener Gesamteindruck und vermittelt die gewünschte "alles-aus-einem-Guss-Optik".
Obwohl am Planungsbeginn der Wunsch nach einer Metallfassade stand, sollten Teilbereiche des Gebäudes herkömmliche Putzflächen erhalten. Das als Farbakzent eingesetzte Wärmedämm-Verbundsystem musste ohne die Gefahr von Rissbildung an die Metallfassade angeschlossen werden. Dazu kamen spezielle Putzanschluß-Schienen zum Einsatz – von den Klempnern vormontiert als Anschlussgrundlage für den Stuckateur.
Der geglückte Neubau mit seiner Titanzink-Fassade passt sich harmonisch der Umgebung an. Dass der Gemeinderat bei der Präsentation des Gebäudes große Bedenken gegen die "Blechfassade" hatte, ist heute eben so wenig nachvollziehbar, wie die Versuche den "frechen Fremdkörper" am Nagoldufer zu verhindern. Im Gegenteil, das Stimmungsbarometer hat sich um 180 Grad gedreht und aus der Bauvoranfrage ist so etwass wie objektbezogene Öffentlichkeitsarbeit "Pro Metallfassade geworden – mit sehr guter Akzeptanz und ersten Nachahmungs-Interessenten.
Trendloft V: Palomba Collection von Laufen - in Nagold im "architare" ...